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Lagerung

 

Bewusstlose oder Patienten mit eingeschränktem Bewusstsein sind immer in die stabile Seitenlagerung zu bringen.

Grund: Bei bewusstlosen Patienten ist ein sicheres Schliessen des Magens nicht gewährleistet, somit kann bei falscher Lagerung der Mageninhalt durch die Speiseröhre in die Luftröhre gelangen und somit die Erstickung herbeiführen.

 

Schwangere Frauen ohne oder mit eingeschränktem Bewusstsein sind immer linksseitig zu lagern!!!

Vena-Cava-Kompressions-Syndrom kann bei Schwangeren in Rückenlage auftreten, wenn der Fötus und die Gebärmutter die grosse Hohlvene (Vena cava) durch ihr Gewicht zusammendrücken.
Hinweis: Diese Vene läuft etwas rechts von der Körpermitte vor der Wirbelsäule entlang.

 

Bei bewussten Schwerverletzten ist immer auch von einer Wirbelsäulenverletzung auszugehen.

 

Lagerung von Patienten mit Bewusstsein:
 
Mit niedrigem Blutdruck (Schock, Synkope usw.):
– Horizontale flache Lagerung, Beine hochgelagert
 
Mit Atemnot (z.B. Herzinfarkt, Lungenembolie)
– Horizontale flache Lagerung, Oberkörper hochgelagert
 
Mit Bauchschmerzen
– Horizontale flache Lagerung, mit Erhöhung unter den Knien
 
Mit Verdacht auf innere Blutungen im Rumpf
– Wenn möglich kauernd in Ecke oder sonst horizontale flache
  Seitenlagerung in Fötusstellung

Mit Verdacht auf Gehirnerschütterung, -prellung, -quetschung, Schlaganfall
– Oberkörperhochlagerung von 30° (sofern die Kreislaufsituation stabil ist)
  Vorsichtige Bewusstlosenlagerung mit erhöhtem Oberkörper möglich

Mit Verdacht auf Wirbelsäulenverletzung
– Wenn möglich in seiner Position belassen wie er aufgefunden wurde.
– Erst seine Lage verändern, wenn Erbrechen oder Bewusstseinsverlust drohen.

 

Vorsichtiges Vorgehen bei Bewusstlosenlagerung ist zwingend!
(Mehrhelfermethode anwenden)

Merke: Die meisten Wirbelsäulenverletzten sind bei Bewusstsein und können über den Unfallhergang, Schmerzen, Empfindungs- und Bewegungsstörungen Auskunft geben.