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Diphtherie

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Die Diphtherie ist eine akute, höchst ansteckende bakterielle Infektionskrankheit und wird durch das Diphtherie-Bakerium (Corynebacterium diphtheriae) verursacht.

Dieses Bakterium produziert ein Gift, welches zu der Entzündung (vorwiegend der Mandeln und im Hals-Nasen-Rachenraum) und später zum Absterben des Gewebes führt.
Dieses Gift kann auch das Herz- und Nervensystem angreifen sowie in seltenen Fällen in offenen Wunden vorkommen (Wunddiphtherie).

Die Übertragung erfolgt durch Tröpfcheninfektion, Husten, Niesen, Küssen oder durch verseuchte Gegenstände (Achtung: Kleinkinder sind besonders gefährdet).

Die Krankheit darf nicht mit dem Pseudokrupp verwechselt werden.
Siehe Pseudokrupp [2]

Symptome / Ausbildung
Die Inkubationszeit (Zeit von der Ansteckung bis zum Ausbruch der Erkrankung) beträgt ca. 2 bis 6 Tage. Je nach Lokalisation kommt es zu unterschiedlichen Beschwerden.

Allgemeine Beschwerden
– Erbrechen
– Lymphdrüsenschwelllungen
– starkes Krankheitsgefühl
– innere Unruhe
– Appetitlosigkeit

Nasendiphtherie (zusätzlich zu den allgem. Beschwerden)
– Blutig-eitriger Schnupfen (meist bei Säuglingen)

Rachendiphtherie (zusätzlich zu den allgem. Beschwerden)
– Schluckbeschwerden
– es bilden sich an den Mandeln weiss-gelbliche Beläge
– süsslicher, stark riechender Mundgeruch
– Fieber

Kehlkopfdiphtherie (zusätzlich zu den allgem. Beschwerden)
– Pfeifen beim Einatmen (Enge- und Erstickungsgefühl)
– Heiserkeit
– Luftnot bis zur drohenden Erstickung (echter Krupp!!)

Toxische Diphtherie (zusätzlich zu den allgem. Beschwerden)
Dies ist die schwerste Form und kann zu Kreislaufproblemen, Blutungsneigung, Leber-,
Nieren-, Nervenschädigungen oder Herzmuskelschwäche (Herzrhythmusstörungen) führen.
Im schlimmsten Fall kann es zu einer Atemlähmung und zu einem Herzstillstand kommen.

Mögliche schwere Komplikationen
Beim ausgeprägten Krankheitsbild ist meistens ein Spitalaufenthalt zwingend und die Erholungsphase nach überstandener Krankheit sehr lang.
Der Verlauf hängt vom Allgemeinzustand des Patienten sowie dem Zeitpunkt des Behandlungsbeginns ab.

– Herzmuskelentzündung mit lebensbedrohlichen Rhythmusstörungen,
  Herzklappenentzündung
– Neurologische Störungen wie z.B. Schluck- oder Atemlähmung
– Entzündung des Gehirns (Enzephalitis)
– Leberentzündung
– Nierenfunktionseinschränkung
– Lungenentzündung
– Lungenembolie
– Vollständige Verlegung der Atemwege (meist Luftröhrenschnitt erforderlich)

Eigenschutz
Es gibt keine lebenslange Immunität, auch nicht nach durchgemachter Erkrankung.

Der beste Schutz bietet die aktive Impfung. Sie kann ab dem 2. Lebensmonat als Kombinationsimpfung (Di-Te-Per-Pol) gegen Diphtherie, Keuchhusten- (Pertussis), Starrkrampf (Tetanus) und Kinderlähmung (Polio) gemacht werden.

Die Impfung sollte alle 10 Jahre, ab 60. Lebensjahr alle fünf Jahre wiederholt werden.

Link  Pseudokrupp [2]
Link  Halsschmerzen [3]