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Pseudokrupp

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Pseudokrupp (Krupphusten, subglottische stenosierende Laryngitis) ist für Kleinkinder bis 5-jährig eine  typische Form der Kehlkopfentzündung (Knaben sind dabei häufiger betroffen als Mädchen). Dabei schwillt die Schleimhaut unterhalb der Stimmbänder so stark an, dass der Luftweg eingeengt wird.

Es gibt keine Immunität gegen diese Krankheit, d.h. Kinder können mehrmals daran erkranken, wobei es in der Regel nur zu einem bis zwei akuten Anfällen kommt.
Die Ausnahme: Kindern, die zu Asthma bronchiale neigen, sie können bis weit über das 5. Lebensjahr unter akuten Pseudokruppanfällen leiden.

Die Krankheit darf nicht verwechselt werden mit dem echten Krupp, der lebensgefährlichen Kehlkopfdiphtherie.
Siehe Diphtherie [2]

Typischer Verlauf / Symptome
Die Kinder wachen oft nachts mit Husten und Atemnot auf. Am besten beruhigen Sie das Kind und gehen mit ihm an ein offenes Fenster oder an die frische Luft.
Die kalte Luft lässt die Schleimhäute abschwellen.

Oft wird empfohlen, im Bad heisses Wasser in die Badewanne oder aus der Dusche laufen zu lassen, das ist nach neueren Studien aber wenig wirksam. 

– Meist beginnt die Erkrankung mit Schnupfen und dem charakteristischen
  Pseudo-Krupp-Husten (tönt wie ein kleiner bellender Hund)
– Fieber
– Heisere oder klossige Stimme, Schluckstörungen mit ev. Speichel, der aus dem Mund läuft
– Pfeifende, quetschende Atemgeräusche, Mühe beim Einatmen
– akute Atemnot in der Nacht (akuter Pseudo-Krupp-Anfall)
– Später kann es auch während des Tages zu Atemnot kommen
– Bei Sauerstoffmangel schneller Puls (Tachykardie) und Blauverfärbung der Lippen (Zyanose)

Selbsthilfe
– Ruhig bleiben, die Eltern sollten das Kind beruhigen. Angst und Aufregung können den
  Zustand, insbesondere die Atemnot verschlimmern
– Kühle feuchte Luft soll helfen, die Schleimhaut abzuschwellen
  (feuchte Tücher im Kinderzimmer, laufendes kaltes Wasser im Badezimmer, in der
  kühlen Saison das Fenster öffnen, Luftbefeuchter)
Keine ätherischen Öle verwenden, sie können die Symptome verstärken
– Den Kontakt mit anderen Kindern vermeiden (Ansteckungsgefahr)
– Potenziell verschlimmernde Faktoren ausschalten wie Zigarettenrauch, trockene Luft usw.

Notfall – Arzt
Es ist eher selten, dass ein Kind notfallmässig ins Krankenhaus eingeliefert werden muss, sollten jedoch die folgenden Punkte erfüllt sein, ist der Notruf zwingend!!

– Wenn das Kind
  * kaum mehr sprechen kann
  * Atemnot hat
  * die Haut sich blass oder bläulich verfärbt
  * die Haut über den Schlüsselbeinen und zwischen den Rippen beim Atmen einsinkt
  * das Fieber innerhalb weniger Stunden angestiegen ist
  * das Kind sehr unruhig ist und nicht mehr liegen will

Bemerkung
Virusinfekte der oberen Luftwege lassen sich bei Kindern nie ganz vermeiden. Passivrauchen erhöht nachgewiesenermassen die Häufigkeit von Erkältungen und belastet die Selbstheilungskräfte. Deshalb sollte Rauchen in der ganzen Wohnung tabu sein.

Link  Diphtherie [2]
Link  Halsschmerzen [3]